Michael Hauer: „Grüne Schulhöfe machen Klimaschutz sicht- und spürbar“

Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer besucht zwei im Rahmen des Projekts ‚15 grüne Schulhöfe‘ umgestaltete Schulhöfe – Klimaschutzministerium hat Umgestaltung mit je 15.000 Euro gefördert.

„Grau, versiegelt und heiß statt grün, abwechslungsreich und kühl – das ist leider viel zu oft die Realität auf Schulhöfen. Mit dem Projekt ‚15 grüne Schulhöfe‘ hat sich das Klimaschutzministerium zum Ziel gesetzt, das zu ändern. An den umgestalteten Schulhöfen der Don Bosco Grundschule in Wolsfeld und der Friedrich-Spee-Realschule plus in Neumagen-Dhron sieht man, welches Potenzial in Schulhöfen steckt. Die Begrünung bietet gleichzeitig Raum für Erholung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und Anlässe für praxisnahen Unterricht im Freien. Die Grünflächen dienen außerdem dem Klimaschutz und bieten Insekten einen Lebensraum. So wird Klimaschutz sicht- und spürbar“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer.

Vor der über die Aktion Grün geförderten Umgestaltung bestand der Schulhof der Don Bosco Grundschule in Wolsfeld aus einer unbeschatteten Teerfläche und einer Rasenfläche. Jetzt befinden sich auf dem Schulhof ein grünes Klassenzimmer, in dem die Schülerinnen und Schüler draußen lernen können, ein Krabbelhügel mit Betonrohren, verschiedene Beete, die unterschiedlichen Insekten Lebensräume bieten, Totholzhabitate, zum Beispiel eine Benjeshecke, und eine Kräuterschnecke als Trockenhabitat. Zusätzlich übernehmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung und können den Schulhof als Schulhofhüterinnen und -hüter im Schulhofcheck mit Rudi Regenwurm aktiv mitgestalten. „Hier lernen sie, wie Bodenqualität, Pflanzen und das Klima zusammenhängen“, so Schulleiterin Dorothee Heser.

Die Friedrich-Spee-Realschule plus in Neumagen-Dhron hatte drei asphaltierte Schulhöfe, von denen seit der Umgestaltung einer begrünt ist. Die Schülerinnen und Schüler konnten hier bereits im Rahmen einer Planungswerkstatt ihre Wünsche für die zukünftige Gestaltung ihres Schulhofes einbringen. Nun ist eine Ruhezone mit Beschattung, einer Kräuterspirale, Trockenmauern und Hochbeeten entstanden, die auch Insekten und Eidechsen einen Lebensraum bietet.

„Dass unsere Schülerinnen und Schüler ihre Visionen in der Planungswerkstatt selbst einbringen konnten, macht diesen neuen Schulhof zu ‚ihrem‘ Projekt. Wo vorher nur grauer Asphalt war, ist nun ein lebendiger Ort der Ruhe und der Artenvielfalt entstanden. Für uns als Realschule plus ist das nicht nur eine bauliche Maßnahme, sondern ein wichtiger pädagogischer Baustein: Wir zeigen unseren Jugendlichen, dass man durch eigenes Engagement das Schulklima und unsere Umwelt aktiv und positiv verändern kann“, sagte Schulleiter Mario Cossé.

Jeweils 15.000 Euro haben die aus 60 Bewerbungen ausgewählten 15 teilnehmenden Schulen aus dem Förderprogramm „Aktion Grün“ erhalten, um ihre Schulhöfe gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern zu vielfältigen, lebenswerten und klimaresilienten Lern- und Aufenthaltsorten zu machen. Die fachliche Beratung und Begleitung der Schulen bei der Umsetzung ihrer einzelnen Projekte erfolgte durch die Deutsche Umwelthilfe.

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