{"id":168,"date":"2014-10-19T17:39:05","date_gmt":"2014-10-19T17:39:05","guid":{"rendered":"http:\/\/fsr.holgerschwab.de\/?page_id=168"},"modified":"2026-03-20T11:34:15","modified_gmt":"2026-03-20T10:34:15","slug":"friedrich-spee","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.friedrich-spee-realschule-plus.de\/?page_id=168","title":{"rendered":"Friedrich Spee"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-medium is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.friedrich-spee-realschule-plus.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Friedrich-Spee-GPT-200x300.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5507\" style=\"width:228px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.friedrich-spee-realschule-plus.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Friedrich-Spee-GPT-200x300.png 200w, https:\/\/www.friedrich-spee-realschule-plus.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Friedrich-Spee-GPT-720x1080.png 720w, https:\/\/www.friedrich-spee-realschule-plus.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Friedrich-Spee-GPT-768x1152.png 768w, https:\/\/www.friedrich-spee-realschule-plus.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Friedrich-Spee-GPT-100x150.png 100w, https:\/\/www.friedrich-spee-realschule-plus.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Friedrich-Spee-GPT.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Friedrich Spee wird am 25. Februar 1591 als \u00e4ltester Sohn einer adligen Familie in Kaiserswerth am Rhein geboren. Er erh\u00e4lt eine gute Ausbildung und die Familie erwartet, dass er Jura studiert und in die Fu\u00dfstapfen seines Vaters tritt. Doch Spee entscheidet sich anders und tritt mit 19 Jahren in den Orden der &#8222;Gesellschaft Jesu&#8220; ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon von Kindheit an hat er den Wunsch, in fremden L\u00e4ndern zu missionieren und er hofft, dass der Orden ihm dies erm\u00f6glichen wird. Sein Gesuch nach Indien zu gehen wird jedoch abgelehnt und er bleibt in Deutschland, wo zu seinen Lebzeiten der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg mit all seinem Elend beginnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Jesuitenpater, Seelsorger und Theologieprofessor sieht Spee seine Aufgabe in der Verbreitung des katholischen Glaubens, der Kinder &#8211; und Jugenderziehung, der N\u00e4chstenliebe, der Pflege von Kranken, der Unterst\u00fctzung Bed\u00fcrftiger und Schwacher.<\/p>\n\n\n\n<p>Er beginnt Kirchenlieder (150) zu schreiben, z.B. &#8222;O Heiland rei\u00df die Himmel auf&#8220; oder &#8222;Zu Bethlehem geboren&#8220;, und in deutscher Sprache zu dichten. Mit der Gedichtsammlung &#8222;Trutznachtigall&#8220; schafft er eine der bedeutendsten Barockdichtungen. Er ist ein Mensch mit starkem Willen, aber auch verst\u00e4ndig gegen\u00fcber Menschen und Natur.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"http:\/\/fsr.holgerschwab.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Spee2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"254\" height=\"218\" src=\"http:\/\/fsr.holgerschwab.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Spee2.jpg\" alt=\"Spee2\" class=\"wp-image-170\" srcset=\"https:\/\/www.friedrich-spee-realschule-plus.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Spee2.jpg 254w, https:\/\/www.friedrich-spee-realschule-plus.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Spee2-174x150.jpg 174w, https:\/\/www.friedrich-spee-realschule-plus.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Spee2-150x128.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Entgegen den Gepflogenheiten seiner Zeit tritt er den Frauen unvoreingenommen gegen\u00fcber. Klar erkennt er das Verbrechen der Hexenverfolgung und geht mutig dagegen vor, indem er die Schrift &#8222;Cautio Criminalis&#8220; (Rechtliches Bedenken oder Buch \u00fcber die Hexenprozesse) ver\u00f6ffentlicht. Er ist klug genug, es so einzurichten, dass ihm eine direkte Beteiligung an der Drucklegung nicht nachgewiesen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Friedrich Spee ist gepr\u00e4gt von der Liebe zu Gottes Welt und ihren Gesch\u00f6pfen, einem starken Gerechtigkeitssinn, der F\u00e4higkeit zum Mitleiden und einem untr\u00fcglichen Gesp\u00fcr f\u00fcr Wahrheit und L\u00fcge. Sein Kampf gegen die Folter und f\u00fcr die Unschuldsvermutung (&#8222;im Zweifel f\u00fcr den Angeklagten&#8220;) sind f\u00fcr die Rechtsgeschichte unverzichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Sein Charme, seine Freundlichkeit und Offenheit, die Bereitschaft sich f\u00fcr seine Mitmenschen einzusetzen, zuzuh\u00f6ren und zu helfen, und vor allem sie in ihren N\u00f6ten ernst zu nehmen, machen ihn zu einer sympathischen Pers\u00f6nlichkeit. Inmitten des Elends, das er erleben und ansehen muss, gelingt es ihm, das Positive und die Sch\u00f6nheit der Sch\u00f6pfung noch wahrzunehmen. Bei der Pflege der Pestkranken steckt er sich an und stirbt am 7. August 1635 in Trier. Sein Grab ist in der Gruft unter der ehemaligen Jesuitenkirche erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Friedrich Spee wird am 25. Februar 1591 als \u00e4ltester Sohn einer adligen Familie in Kaiserswerth am Rhein geboren. 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