10a – 2014 Abschlussfahrt nach Berlin

Die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Spee-Reaschule plus aus Neumagen-Dhron der Klasse 10a entschlossen sich für Berlin als Ziel ihrer fünftägigen Abschlussfahrt. Nach der langen Anreise wurde in einem Abendspaziergang zum Brandenburger Tor die Stadt erkundet.

Zu Beginn des ersten Tages erklärte eine gebürtige Berlinerin, mit der einen oder anderen Anekdote, ihre Stadt im Rahmen einer Busrundfahrt, in der den Schülerinnen und Schülern die wichtigsten Orte und Gebäude der Stadt gezeigt wurden. Auf dem Programm stand nun ein Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Peter Bleser, mit anschließendem Vortag im Plenarsaal und Besichtigung der Kuppel des Bundestags.

Am folgenden Morgen besichtigte die Klasse das Stasigefängnis in Hohenschönhausen. Auf dem Gelände einer ehemaligen Großküche im Nordosten Berlins wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein sowjetisches Speziallager errichtet. Nach der Schließung des Lagers im Oktober 1946 entstand im Keller des Gebäudes das zentrale sowjetische Untersuchungsgefängnis für Ostdeutschland. 1951 übernahm das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) das Gefängnis, erweiterte es 1961 durch einen Neubau und nutzte es bis 1989 als zentrale Untersuchungshaftanstalt. Tausende politisch Verfolgte waren an diesem Ort inhaftiert, darunter fast alle bekannten DDR-Oppositionellen. Beeindruckend für die Schülerinnen und Schüler war an diesem Ort, dass die Räume und Einrichtungsgegenstände unverändert waren und sie so ein Gespür für die Schicksale der Inhaftierten bekommen konnten.

Des Weiteren hatte die Klasse 10a abends beim Besuch des Fernsehturms aus 200 Metern Höhe ein 360° Panorama und einen unvergesslichen Blick über die gesamte Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten.

Am letzten Tag bekamen die Schülerinnen und Schüler einen einzigartigen Einblick in einen Atomschutzbunker unter den Straßen von Berlin. Sie erfuhren, dass er im Notfall für nur 1% der Berliner Bevölkerung konzipiert wurde und diesen ausgewählten Personen auch nur zwei Wochen Unterschlupf bieten konnte. Eine besondere Erfahrung waren die Enge und Beklemmung.

Wieder oben angelangt wurde die Berlinfahrt mit einem Theaterbesuch auf dem Kurfürstendamm abgerundet. Bei der Revue „Höchste Zeit“ wurde gelacht und so fand die Klassenfahrt einen schönen Abschluss.

2014_09_20 10a Berlin


Die Klasse 10a der Friedrich-Spee-Realschule plus im Gespräch mit Bundestagsabgeordneten Peter Bleser

Am 23. September 2014 besuchten die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Spee-Reaschule plus aus Neumagen-Dhron im Rahmen ihrer Abschlussfahrt nach Berlin den Deutschen Bundestag. Bevor sich die Schülerinnen und Schüler in einem Vortrag auf der Besuchertribüne im Plenarsaal über die Arbeitsweise und Zusammensetzung des Parlaments informieren konnten, trafen sie sich zum Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Bleser. Dieser vertritt den Kreis Mosel/Rhein-Hunsrück in Berlin.

Gleich zu Beginn tauschte sich die Gruppe mit Bleser über den Namensgeber der Realschule plus, Friedrich Spee, aus. Dieser war ein deutscher Jesuit und gehörte zu den Kritikern der damaligen Hexenverbrennung. Auch heute ist es wichtig, Position zu beziehen und diese auch zu vertreten.

Nach ein paar einleitenden Worten über seinen persönlichen und beruflichen Werdegang, schilderte Bleser die außen- und innenpolitische Lage. Im Hinblick auf die aktuellen Krisen im Nahen Osten und der Ukraine ist unser Leben in einem friedlichen Europa besonders hervorzuheben. Die Lage innerhalb Deutschlands bewertete er als durchaus positiv und führte an, dass Jugendliche heute gute Chancen für eine Berufsausbildung haben, anders als noch vor 10 Jahren.

Während ihres Treffens blieb auch Zeit für Fragen der Jugendlichen. Interesse zeigten die Schüler an der Doppelrolle Blesers als Bundestagsabgeordneter und als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium. Weiterhin wurde die Rolle der Medien, insbesondere von Facebook & Co., zur Informationsbeschaffung diskutiert. Bleser zeigte sich sehr erfreut darüber, dass sich fast alle Jugendlichen in einem Verein oder einer anderen Organisation ehrenamtlich engagieren.

Ein gemeinsames Gruppenfoto im Paul-Löbe-Haus erinnert an das Gespräch im Deutschen Bundestag.

2014_09_23 10a Bundestag

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